
Liebe Leser*innen,
Pubertät – das klingt nach Türenknallen, Diskussionen und dem Gefühl, ständig auf neuem Terrain zu stehen. Und doch ist diese Zeit vor allem eines: ein Aufbruch. In unserem Schwerpunkt schauen wir bewusst auf die Pubertät als wertvolle, notwendige Phase – als „Aufbruch, Umbruch – kein Zusammenbruch“. Denn im Inneren passiert Erstaunliches: Das Gehirn wird umgebaut, der Selbstwert sucht Halt, Grenzen werden neu gesteckt, und zwischen dem großem Wunsch nach Selbstständigkeit und ebenso großem Bedürfnis nach Anlehnung liegt oft nur ein Wimpernschlag. Für Eltern und Bezugspersonen ist das eine Herausforderung – und eine Einladung, zugleich zu begleiten und Schritt für Schritt loszulassen.

Wie sich Pubertät wirklich anfühlt, erzählen in dieser Ausgabe Jugendliche selbst. Ihre Stimmen machen deutlich: Diese Jahre sind keine Störung im System, sondern ein Teil des Werdens – manchmal laut, manchmal verletzlich, immer bedeutsam. Und sie zeigen, wie sehr junge Menschen darauf angewiesen sind, ernst genommen zu werden.
Auch Fragen zu Aufklärung, Sexualität und Beziehungen bekommen in der Adoleszenz neues Gewicht. Gut, wenn Jugendliche verlässliche Ansprechpersonen finden – in Familien, in der Schule, in Beratung. Hilfe anzubieten, bevor Krisen eskalieren, ist kein Luxus, sondern Kern von Prävention.
Und dann ist da die digitale Welt: Sie gehört zum Aufwachsen dazu. Verbote greifen zu kurz – wichtiger sind Wissen, Orientierung und Medienkompetenz. Gleichzeitig brauchen wir entschlossenen Schutz vor Gefahren wie Cybergrooming. Wenn wir Kinder und Jugendliche wirksam schützen wollen, müssen Prävention, Bildung und Strafverfolgung so ausgestattet sein, dass sie mithalten können. Kinderschutz gelingt nicht mit Appellen allein – er braucht Strukturen, Verantwortlichkeit und politischen Willen.
Wie lebendig Kinderschutz sein kann, zeigen die Beiträge aus der Praxis – von Suchtprävention über Engagement vor Ort bis zu Wegen, den Kinderschutzbund langfristig zu unterstützen. Und wir richten den Blick auf ein Thema, das Kinderrechte ganz konkret berührt: den eingeschränkten Zugang zum Schulbesuch für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Aufnahmeeinrichtungen. Bildung ist ein Recht – und darf nicht vom Aufenthaltsort abhängen.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Ihre Sabine Andresen
Präsidentin des Kinderschutzbundes
Liebe Leser*innen,
Pubertät – das klingt nach Türenknallen, Diskussionen und dem Gefühl, ständig auf neuem Terrain zu stehen. Und doch ist diese Zeit vor allem eines: ein Aufbruch. In unserem Schwerpunkt schauen wir bewusst auf die Pubertät als wertvolle, notwendige Phase – als „Aufbruch, Umbruch – kein Zusammenbruch“. Denn im Inneren passiert Erstaunliches: Das Gehirn wird umgebaut, der Selbstwert sucht Halt, Grenzen werden neu gesteckt, und zwischen dem großem Wunsch nach Selbstständigkeit und ebenso großem Bedürfnis nach Anlehnung liegt oft nur ein Wimpernschlag. Für Eltern und Bezugspersonen ist das eine Herausforderung – und eine Einladung, zugleich zu begleiten und Schritt für Schritt loszulassen.

Wie sich Pubertät wirklich anfühlt, erzählen in dieser Ausgabe Jugendliche selbst. Ihre Stimmen machen deutlich: Diese Jahre sind keine Störung im System, sondern ein Teil des Werdens – manchmal laut, manchmal verletzlich, immer bedeutsam. Und sie zeigen, wie sehr junge Menschen darauf angewiesen sind, ernst genommen zu werden.
Auch Fragen zu Aufklärung, Sexualität und Beziehungen bekommen in der Adoleszenz neues Gewicht. Gut, wenn Jugendliche verlässliche Ansprechpersonen finden – in Familien, in der Schule, in Beratung. Hilfe anzubieten, bevor Krisen eskalieren, ist kein Luxus, sondern Kern von Prävention.
Und dann ist da die digitale Welt: Sie gehört zum Aufwachsen dazu. Verbote greifen zu kurz – wichtiger sind Wissen, Orientierung und Medienkompetenz. Gleichzeitig brauchen wir entschlossenen Schutz vor Gefahren wie Cybergrooming. Wenn wir Kinder und Jugendliche wirksam schützen wollen, müssen Prävention, Bildung und Strafverfolgung so ausgestattet sein, dass sie mithalten können. Kinderschutz gelingt nicht mit Appellen allein – er braucht Strukturen, Verantwortlichkeit und politischen Willen.
Wie lebendig Kinderschutz sein kann, zeigen die Beiträge aus der Praxis – von Suchtprävention über Engagement vor Ort bis zu Wegen, den Kinderschutzbund langfristig zu unterstützen. Und wir richten den Blick auf ein Thema, das Kinderrechte ganz konkret berührt: den eingeschränkten Zugang zum Schulbesuch für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Aufnahmeeinrichtungen. Bildung ist ein Recht – und darf nicht vom Aufenthaltsort abhängen.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Ihre Sabine Andresen
Präsidentin des Kinderschutzbundes
