
Liebe Leser*innen,
viele Menschen prägen die Kindheit: Eltern, Geschwister, Freund*innen, Erzieher*innen, Lehrkräfte – und oft auch Großeltern. Für viele Kinder gehören sie selbstverständlich zum Aufwachsen dazu. Sie holen ab, hören zu, trösten, erzählen Geschichten, geben Erfahrungen weiter und schenken etwas, das im Alltag vieler Familien fehlt: Zeit.

Deshalb widmet sich diese Ausgabe den Großeltern – Menschen, die für Kinder oft eine besondere Rolle spielen. Großeltern sind Vertraute, Spielgefährt*innen, Mutmacher*innen und manchmal ein sicherer Hafen, wenn es zu Hause schwierig wird. Sie begleiten die Entwicklung, stärken Bindungen und entlasten Familien ganz praktisch. In einer Gesellschaft, in der viele Eltern unter Druck stehen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft Privatsache bleibt, zählt diese Unterstützung besonders.
Doch so wichtig Großeltern sind: Wir dürfen sie nicht verklären und nicht überfordern. Nicht jedes Kind hat Großeltern in der Nähe. Nicht jede Beziehung bleibt unbelastet. Und nicht alle Großeltern können oder wollen einspringen, wenn Staat und Gesellschaft Lücken lassen. Umso wichtiger sind Angebote, die Familien stärken: Kurse wie „Starke Eltern – Starke Kinder“, Wunsch- und Leihgroßeltern-Projekte oder die Arbeit unserer Orts-, Kreis- und Landesverbände. Sie zeigen, wie Nähe, Unterstützung und Verantwortung auch dort wachsen, wo sie nicht selbstverständlich sind.
Diese Ausgabe greift außerdem Fragen auf, die viele Familien bewegen: Wie können Großeltern gut begleiten, ohne Grenzen zu überschreiten? Was bedeutet es, wenn Fotos der Enkel in Familienchats oder sozialen Netzwerken auftauchen?
Wie stark unser gemeinsames Netz im Kinderschutz ist, zeigte auch unsere Mitgliederversammlung in Berlin. Auf den Kinderschutztagen 2026 kamen 230 Kinderschützer*innen aus ganz Deutschland zusammen, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und die Arbeit des Kinderschutzbundes weiterzuentwickeln. Mit der dort verabschiedeten Resolution haben wir ein klares Signal gesetzt: Wir stehen gemeinsam für eine Kinder- und Jugendhilfe, die Kinder stärkt, Familien unterstützt und Kinderschutz nicht dem Rotstift opfert.
Gerade mit Blick auf die geplante SGB-VIII-Reform und die Debatten um das Bürgergeld gilt: Kinder und Jugendliche sind keine Streichposten. Kürzungen, verschärfte Sanktionen oder geschwächte Hilfesysteme treffen immer auch Kinder – selbst dann, wenn politisch über Erwachsene gesprochen wird.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Ihre Sabine Andresen
Präsidentin des Kinderschutzbundes
Liebe Leser*innen,
viele Menschen prägen die Kindheit: Eltern, Geschwister, Freund*innen, Erzieher*innen, Lehrkräfte – und oft auch Großeltern. Für viele Kinder gehören sie selbstverständlich zum Aufwachsen dazu. Sie holen ab, hören zu, trösten, erzählen Geschichten, geben Erfahrungen weiter und schenken etwas, das im Alltag vieler Familien fehlt: Zeit.

Deshalb widmet sich diese Ausgabe den Großeltern – Menschen, die für Kinder oft eine besondere Rolle spielen. Großeltern sind Vertraute, Spielgefährt*innen, Mutmacher*innen und manchmal ein sicherer Hafen, wenn es zu Hause schwierig wird. Sie begleiten die Entwicklung, stärken Bindungen und entlasten Familien ganz praktisch. In einer Gesellschaft, in der viele Eltern unter Druck stehen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft Privatsache bleibt, zählt diese Unterstützung besonders.
Doch so wichtig Großeltern sind: Wir dürfen sie nicht verklären und nicht überfordern. Nicht jedes Kind hat Großeltern in der Nähe. Nicht jede Beziehung bleibt unbelastet. Und nicht alle Großeltern können oder wollen einspringen, wenn Staat und Gesellschaft Lücken lassen. Umso wichtiger sind Angebote, die Familien stärken: Kurse wie „Starke Eltern – Starke Kinder“, Wunsch- und Leihgroßeltern-Projekte oder die Arbeit unserer Orts-, Kreis- und Landesverbände. Sie zeigen, wie Nähe, Unterstützung und Verantwortung auch dort wachsen, wo sie nicht selbstverständlich sind.
Diese Ausgabe greift außerdem Fragen auf, die viele Familien bewegen: Wie können Großeltern gut begleiten, ohne Grenzen zu überschreiten? Was bedeutet es, wenn Fotos der Enkel in Familienchats oder sozialen Netzwerken auftauchen?
Wie stark unser gemeinsames Netz im Kinderschutz ist, zeigte auch unsere Mitgliederversammlung in Berlin. Auf den Kinderschutztagen 2026 kamen 230 Kinderschützer*innen aus ganz Deutschland zusammen, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und die Arbeit des Kinderschutzbundes weiterzuentwickeln. Mit der dort verabschiedeten Resolution haben wir ein klares Signal gesetzt: Wir stehen gemeinsam für eine Kinder- und Jugendhilfe, die Kinder stärkt, Familien unterstützt und Kinderschutz nicht dem Rotstift opfert.
Gerade mit Blick auf die geplante SGB-VIII-Reform und die Debatten um das Bürgergeld gilt: Kinder und Jugendliche sind keine Streichposten. Kürzungen, verschärfte Sanktionen oder geschwächte Hilfesysteme treffen immer auch Kinder – selbst dann, wenn politisch über Erwachsene gesprochen wird.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Ihre Sabine Andresen
Präsidentin des Kinderschutzbundes
