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Eröffnung Platz der Kinderrechte | Foto: Gemeinde Henstedt-Ulzburg

Ein inklusiver Spielplatz, der Kinderrechte sichtbar macht

Mit der Eröffnung des neuen Platzes der Kinderrechte als inklusivem Spielplatz in Henstedt-Ulzburg ist ein besonderer Ort entstanden, an dem Kinderrechte nicht nur benannt, sondern gelebt werden. Hunderte Gäste kamen, um zu erleben, wie vielfältig der Spielplatz gestaltet wurde – ein Ort, an dem Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam spielen können.

Auf der Rutsche kamen die Kinder mit strahlenden Gesichtern im Sekundentakt heruntergesaust. Mit der Seilbahn glitten die Mädchen und Jungen freudig über den Platz. Vom Mini-Bolzplatz war alle paar Minuten Torjubel zu hören. Auf dem Parcours, der Slackline, dem Federtisch und dem Gummi-Federwipper wurde die Balance getestet. Beim rollstuhlgerechten Sandbagger, dem Sandmischer, der Sand-Spiel-Tischkombination, der Sandliege oder auch den Sandflächen wurde emsig gebuddelt. An den verschiedenen Kletteranlagen wurde gekraxelt und sich entlang gehangelt.

Bei der Eröffnung des Platzes der Kinderrechte an der Straße Dammstücken – der als inklusiver Spielplatz Möglichkeiten für alle Kinder bietet – herrschte reger Betrieb. Rund 500 Gäste kamen über den Nachmittag verteilt, um sich die vielfältigen Möglichkeiten anzuschauen. 

„Hier ist wirklich etwas ganz Besonderes entstanden. Wir stehen auf dem ersten fest eingerichteten Platz der Kinderrechte im Kreis Segeberg! Man kann den Aspekt der Kinderrechte nicht häufig genug betonen. Ich verstehe diesen Platz auch als Aufforderung, die Rechte von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen noch konsequenter in den Blick zu rücken – und er zeigt, wie ernst diese in unserer Gemeinde genommen werden“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Schmidt.

Zahlreiche Gäste kamen zur Eröffnungsfeier. | Foto: Gemeinde Henstedt-Ulzburg

Kinderschutzbund als zentraler Motor des Projekts

Der Kinderschutzbund spielte bei der Entstehung eine entscheidende Rolle. Der Ortsverband Henstedt-Ulzburg – allen voran Vorsitzende Sylvie Manke – trieb die Idee eines festen Ortes der Kinderrechte maßgeblich voran. Gemeinsam mit Annegret Horn von der Fachstelle Kinderschutz im „Sachgebiet Kinder und Jugend“ der Gemeinde entstand ein Konzept, das Beteiligung, Inklusion und gelebten Kinderschutz verbindet.

In die Planung wurden viele Stimmen einbezogen: Kinder aus Kitas, dem Hort und dem Kinder- und Jugendparlament wirkten ebenso mit wie die Inklusionsbeauftragten. Damit wurde das Recht von Kindern auf Beteiligung ganz praktisch umgesetzt – ein Grundpfeiler des Kinderschutzbundes.

Ein Ort, an dem Kinderrechte erfahrbar werden

Sophia Schiebe, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein, hob die besondere Bedeutung des Platzes hervor: Er sei ein Versprechen dafür, dass Kinderrechte im Alltag sichtbar werden. Der Spielplatz stehe dafür, Kindern Raum zum Spielen, Ausprobieren und Miteinander zu geben – und Erwachsenen den Auftrag, genau hinzuhören. Der Spielplatz solle immer wieder daran erinnern: „Kinder haben Rechte und es ist unsere Aufgabe, sie zu schützen und zu verwirklichen“, so Sophia Schiebe.

Der Ortsverband ehrte zudem das jahrzehntelange Engagement der 2023 verstorbenen Heidi Dick und von Ilonka Gieb, die nicht vor Ort sein konnte, mit zwei Ehrenbänken. Beide hatten die Kinderschutzarbeit vor Ort langfristig geprägt.

Inklusion als gelebte Realität

Der Spielplatz wurde barrierearm und inklusiv gestaltet: von einer Inklusionsschaukel über rollstuhlgerechte Spielgeräte bis hin zu Bereichen, die Begegnungen zwischen Generationen ermöglichen. Uta Herrnring-Vollmer, Inklusionsbeauftragte, betonte: „Hier können Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam spielen, erleben und lernen. Hier werden Barrieren abgebaut – und Rechte sichtbar gemacht. Es ist ein Ort, an dem auch die Eltern- und Großelterngeneration mitgedacht wurde. Dieser Platz zeigt: Inklusion hört nicht beim Spielgerät auf. Sie bedeutet, dass alle Generationen einen Platz finden, um Zeit miteinander zu verbringen.“

Ein Platz für alle – jetzt und in Zukunft

Schon bei der Eröffnung war zu sehen, wie sehr der neue Spielplatz Kinder begeistert. Er steht ab sofort allen offen und soll ein lebendiger Ort sein, an dem Kinderrechte dauerhaft präsent bleiben – unterstützt und getragen vom Engagement des Kinderschutzbundes und vieler weiterer Beteiligter.

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